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So findest du Achtsamkeit und Dankbarkeit in deiner Karriere

Von | Veröffentlicht am | 8 Minuten Lesedauer
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XReasonsToBeThankfulFinal_(1)Disney ist heute ein großer Medienkonzern, aber wusstest du, dass das Unternehmen seine ersten Filme im Büro einer Immobilienagentur produziert hat?

Auch Google hat einmal klein angefangen. In der Gründungsphase diente eine kleine Garage als "Unternehmenszentrale". Larry Page und Sergey Brin, die Gründer von Google, sagen selbst, dass sie sich den letztlichen Erfolg ihrer Idee nie erträumt hätten.

Einer der Gründer von Nike, Phil Knight, verkaufte zu Beginn seiner Karriere Sportschuhe aus seinem Kofferraum. Dennoch konnte er sich nach eigener Aussage damals keinen besseren Job vorstellen.

Für die großen Konzerne von heute waren diese bescheidenen Anfänge wichtig und bedeutsam. Natürlich sagt sich das jetzt leicht, nachdem die Unternehmen bereits enorme Erfolge erzielt haben.

Ganz ehrlich: Hinterher ist man immer schlauer. Es ist dagegen nicht so leicht, den aktuellen Stand der eigenen Karriere wertzuschätzen.

Warum ist es so schwer, im Hier und Jetzt dankbar zu sein? 

Vielleicht denkst du, Dankbarkeit würde sich einfach von selbst ergeben. Du stellst dir vor, wie du unbeschwert durchs Leben gehst, hier und da an einer Blume schnupperst und die warme Sonne auf deiner Haut genießt – wie eine Figur aus einem Disney-Film.

Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus. Der Weg zur Dankbarkeit ist für die meisten von uns steinig. Einige Gründe dafür liest du hier. 

1. Pessimismus liegt in unserer Natur

Ob du dich nun als optimistisch bezeichnen würdest oder nicht – wenn es hart auf hart kommt, denken wir alle eher an das Schlechte. Dies wird als Negativitätseffekt bezeichnet: Wir messen schlechten Erfahrungen mehr Gewicht bei als guten. 

Sogar unser Wortschatz für unangenehme Erlebnisse ist umfangreicher und vielfältiger als der für positive Erfahrungen. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du einen schlechten Tag bei der Arbeit wortreich als "eine Katastrophe, ermüdend und frustrierend" beschreibst, einen guten Tag aber einfach nur als "okay"?

Esel aus Winnie Puuh stößt seinen Kopf gegen einen Baum (GIF)

Was hat das mit der Wertschätzung für den aktuellen Stand deiner Karriere zu tun? Ganz einfach: Wenn dein Hirn darauf programmiert ist, vor allem die weniger guten Seiten des Jobs zu sehen, fällt Dankbarkeit deutlich schwerer.

2. Wir messen uns und unseren Erfolg an anderen

"Vergleich ist der Dieb der Freude" – hast du diese Redensart schon einmal gehört? Leider ist der soziale Vergleich ein typisches psychologisches Phänomen: Wir vergleichen uns mit anderen, um unseren eigenen Status zu ermitteln. 

Durch die zunehmende Nutzung von Social Media ist es noch leichter geworden, auf andere zu schielen. Wir haben ständig die Highlights aus dem Leben anderer Menschen vor Augen und fühlen uns daneben unzulänglich. Eine Studie unter Studierenden hat ergeben, dass es den Teilnehmern, die ihre Social-Media-Nutzung auf höchstens 30 Minuten am Tag beschränkt hatten, nach drei Wochen deutlich besser ging. 

Das ständige Vergleichen drückt die Stimmung und kann auch der Dankbarkeit im Wege stehen. Vielleicht bist du ganz zufrieden mit dem, was du bisher in deiner Karriere erreicht hast. Doch dann hörst du, dass ein früherer Mitbewohner befördert wurde. Oder dass eine alte Bekannte ein Buch schreibt und bereits von einem Verlag unter Vertrag genommen wurde. Und plötzlich schleichen sich ungute Gedanken ein.

3. Wir haben das Gefühl, immer ein Ziel verfolgen zu müssen

Buchhandlungen sind voll von Ratgebern zum Thema Achtsamkeit. Aus gutem Grund: Es ist gar nicht so leicht, im Hier und Jetzt zu leben. Wir werden von klein auf dazu gedrängt, immer ein Ziel vor Augen zu haben.

Du kennst die typischen Fragen: "Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?" "Welche langfristigen Karriereziele verfolgen Sie?" Oder auch nur: "Hast du gute Vorsätze fürs neue Jahr?"

Ob man es nun als "Leben auf der Überholspur" bezeichnet, als "Workaholism" oder mit einem anderen Schlagwort – klar ist, dass wir den Eindruck haben, immer noch mehr erreichen und uns ständig selbst optimieren zu müssen. Wir richten also den Blick immer in die Zukunft und haben Schwierigkeiten, mit dem aktuellen Zustand zufrieden zu sein.

Dankbarkeit für deine aktuelle Karriereposition

Dankbarkeit fällt oft nicht leicht. Wir sind so daran gewöhnt, unser berufliches Fortkommen mit anderen zu vergleichen und uns über Alltägliches zu beklagen ("Schon wieder ein Zoom-Meeting?"), dass es schwer sein kann, den aktuellen Stand unserer Karriere wertzuschätzen.

Es gibt jedoch gute Argumente dafür, dir selbst öfter für das, was du bis hierher schon erreicht hast, auf die Schulter zu klopfen. Und zwar gleich jetzt! (Nein, nicht erst nächste Woche, nächsten Monat oder im nächsten Jahr.)

1. Du lernst viel dazu

Jede Erfahrung bringt dich ein Stück weiter, und das nicht nur in Bezug auf deine Kompetenzen (später mehr dazu). Auf jeder Sprosse der Karriereleiter gewinnst du wertvolle Erkenntnisse:

  • Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernehme ich gern? Welche sind mir zuwider?
  • In welcher Arbeitsumgebung fühle ich mich wohl?
  • Welcher Führungsstil sagt mir zu?

Wissen ist ein Grund für Dankbarkeit, und du lernst gerade sehr viel Neues dazu.

2. Du erweiterst deine Kompetenzen 

Du erfährst nicht nur mehr über deine Werte und Vorlieben, sondern ergänzt auch deine Kompetenzen um weitere Bausteine. Aus jeder Position kannst du etwas mitnehmen, das deinen Lebenslauf aufwertet und dir beim nächsten Karriereschritt weiterhilft.

Auch anstrengende, scheinbar sinnlose Jobs helfen dir, wichtige Kompetenzen zu schulen. Du lernst beispielsweise, deine Bedürfnisse zu verteidigen, mit schwierigen Kollegen und Vorgesetzten zu arbeiten oder tougher zu werden.

Nimm dir also kurz Zeit, um deine aktuelle Position wertzuschätzen, auch wenn sie nicht exakt deinen Vorstellungen entspricht. Sie hilft dir auf jeden Fall, den richtigen Weg zu finden.

3. Du knüpfst wertvolle Kontakte

Dein Netzwerk ist (und bleibt) für dein berufliches Fortkommen sehr wichtig. Daher solltest du es in deiner Laufbahn Schritt für Schritt erweitern.

Du lernst bei der Arbeit unter anderem Vorgesetzte, Kollegen, Auftragnehmer und Kunden kennen. Diese Kontakte können dir vielleicht irgendwann eine Referenz ausstellen, entscheidende Informationen weitergeben, als Mentor fungieren, dich wichtigen Personen vorstellen, dir Tipps geben oder dir auf andere Art weiterhelfen.

Beurteile deine Karriere nicht nur anhand der Leistungen, die du schwarz auf weiß hast. Auch die Beziehungen, die du aufbaust, sind ein Grund für Dankbarkeit und Wertschätzung. 

Kontakte sind besonders wichtig, wenn du dich nach einem neuen Job umsiehst. Der Arbeitsmarkt ist manchmal hart, aber dein Netzwerk kann dir die Suche erleichtern.

4. Du kannst nicht in die Zukunft sehen

Es gibt noch einen weiteren Grund, deine aktuelle Position wertzuschätzen: Sie ist greifbar. Sie ist real. Sie ist die Gegenwart. 

Ganz egal, wie minutiös du planst oder versuchst, künftige Entwicklungen vorherzusehen: Die Zukunft bleibt unsicher. Deshalb solltest du den Blick nicht immer nur in die Ferne richten. Es ist nämlich gar nicht so leicht, für etwas dankbar zu sein, das du noch gar nicht erreicht hast.

Übe dich stattdessen in Achtsamkeit, und konzentriere dich auf das, was du in diesem Moment greifen kannst. Deine Karriere ist nicht perfekt (und wird es wahrscheinlich nie sein), aber du hast hart dafür gearbeitet, deine aktuelle Position zu erlangen.

Wie du Achtsamkeit und Dankbarkeit in deiner Karriere ausüben kannst

Inzwischen weißt du, dass sich Dankbarkeit nicht unbedingt von selbst einstellt. Ein Gefühl der Wertschätzung hat jedoch zahlreiche Vorteile. Es verringert Stress, stärkt die psychische Widerstandsfähigkeit und steigert das Selbstwertgefühl

Aber wie schafft man das? Hier kommen einige Tipps, wie du Dankbarkeit "üben" kannst. Es spielt dabei keine Rolle, an welchem Punkt du in deiner Karriere stehst.

1. Führe ein Dankbarkeitstagebuch

Ja, es klingt vielleicht komisch, aber lies erst einmal weiter, was mit diesem Tagebuch gemeint ist. Diese Methode lässt sich ganz einfach umsetzen. Laut Dr. Robert Emmons, einem der führenden Dankbarkeitsforscher, genügt es schon, fünf Dinge zu notieren, für die du dankbar bist. 

Nimm dir also am Ende des Arbeitstags, bevor du den Computer herunterfährst und deine benutzte Kaffeetasse in die Küche bringst, ein paar Minuten Zeit für eine kurze Liste mit Dingen, für die du an diesem Tag dankbar warst. Beispiele: 

  • Vom Vorgesetzten positives Feedback zur E-Mail-Kampagne erhalten
  • Alle anstehenden Aufgaben erledigt
  • Mit einer Kollegin gesprochen, die ich seit Langem nicht gesehen hatte
  • Alle Mails aus dem Posteingang abgearbeitet
  • Eine tolle Playlist für die Arbeit zusammengestellt

Der entscheidende Punkt ist: Es müssen keine bahnbrechenden, lebensverändernden Momente sein, die du in deinem Dankbarkeitstagebuch festhältst. Auch die kleinen Dinge zählen. Wenn du täglich notierst, wofür du dankbar bist, lebst du mehr in der Gegenwart und blickst positiver auf dein Leben. In der Studie von Dr. Emmons berichteten Teilnehmer, die ein solches Dankbarkeitstagebuch führten, dass sie sich insgesamt besser fühlen.

Jennifer Lopez nimmt eine Auszeichnung an (GIF)

2. Unternimm einen Dankbarkeitsspaziergang

Richtig gelesen: Du darfst jetzt aufstehen, das Büro verlassen und dich draußen bewegen. Körperliche Aktivität ist ohnehin immer eine gute Idee. Wie schon Hippokrates sagte: "Gehen ist der Menschen beste Medizin". Noch besser wirkt sie aber in Kombination mit Dankbarkeit.

Die Methode nennt sich Dankbarkeitsspaziergang. Du gehst einfach 15 bis 20 Minuten lang alleine spazieren, damit du Zeit und Gelegenheit zum Nachdenken hast. Denke im Gehen über alles nach, wofür du in deiner beruflichen Laufbahn dankbar bist. Vielleicht liefert dir dein Dankbarkeitstagebuch passende Anhaltspunkte. Du kannst diese Punkte auch laut aussprechen.

Lass die Gedanken nicht einfach an dir vorbeiziehen. Konzentriere dich bewusst auf alles, wofür du dankbar bist. Durch diese kleinen Auszeiten lernst du, deine Karriere mehr zu schätzen – auch wenn der Tag vielleicht nicht so gut gelaufen ist.

3. Drücke anderen gegenüber deine Dankbarkeit aus 

Ein guter Tipp, wenn du an der Dankbarkeit für deine berufliche Laufbahn arbeitest: Dankbarkeit ist etwas, das sich vermehrt, wenn man es teilt.

In einer Studie der University of Pennsylvania wurden den Teilnehmern unterschiedliche Wochenaufgaben zugewiesen. Jede dieser Aufgaben wurde mit einer Kontrollaufgabe verglichen, bei der die Teilnehmer frühe Erinnerungen aufschreiben sollten. Als die wöchentliche Aufgabe darin bestand, ein Dankesschreiben an jemanden zu verfassen und zu übermitteln, erlebten die Teilnehmer eine enorme Steigerung ihrer Zufriedenheit. 

Dies zeigt, dass Dankbarkeit und Wertschätzung keine Einbahnstraße sind. Sieh dir die Notizen in deinem Dankbarkeitstagebuch an: Sind Punkte darunter, die du mit anderen teilen kannst? Bedanke dich beispielsweise bei einem Kollegen für seinen Rat oder bei deiner Vorgesetzten für ihr Lob und ihre Anerkennung. Diese positiven Gedanken und Schwingungen verbreiten sich schnell weiter.

Wie du mit Dankbarkeit auch die Zeit zwischen Jobs überstehst 

Wir leben momentan in einer seltsamen Zeit (Achtung, Untertreibung des Jahrhunderts!). Viele von uns haben deshalb massive berufliche Schwierigkeiten.

Es ist beunruhigend, entlassen worden zu sein oder in einem Unternehmen zu arbeiten, das gerade auf sehr wackeligen Beinen steht. Vor diesem Hintergrund fällt es nicht leicht, das Positive zu sehen. 

In einer solchen Situation dankbar zu sein, ist harte Arbeit, aber es lohnt sich. Suche bewusst nach Kleinigkeiten, für die du dankbar bist. Vielleicht hat dir ein Bekannter angeboten, dich einem Unternehmen vorzuschlagen? Oder du weißt zu schätzen, dass du etwas Abstand gewinnen und dir bewusst Gedanken über deine Karriereziele machen kannst? 

Gehörst du zu denjenigen, die aufgrund der aktuellen Lage ihre Arbeit verloren haben? Halte dir vor Augen, dass Oprah Winfrey als Nachrichtensprecherin gefeuert wurde, weil sie angeblich "fürs Fernsehen ungeeignet" war, und dass Mark Cuban aus seiner Position als Computerverkäufer entlassen wurde. 

Es sind schwierige Zeiten, aber sie werden nicht für immer andauern. Vielleicht warten gute Neuigkeiten auf dich.

Nimm dir Zeit für Dankbarkeit im Hier und Jetzt

Zweifelsohne ist es manchmal schwer, das Hier und Jetzt zu genießen. Erinnere dich jedoch immer wieder selbst daran, dass jeder Schritt in deiner Karriere wichtig ist. Ja, das gilt auch für unerwartete Rückschläge und Enttäuschungen. 

Berufliche Ambitionen sind grundsätzlich gut, aber versteife dich nicht so sehr auf deine Ziele, dass du dabei vergisst, dich ab und zu selbst zu loben für alles, was du bereits erreicht hast. 

Es gibt noch viel zu erreichen, aber du hast einen weiten Weg hinter dir und deswegen auch viele Gründe für Dankbarkeit in deiner Karriere. Nimm dir die Zeit, alles mit einem Gefühl der Dankbarkeit zu genießen.


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