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4 Wahrheiten über das Hochstapler-Syndrom, die sich vor dir verstecken

hochstapler syndrom

Stell dir vor, jemand sagt dir, dass eine bestimmte Person allen nur etwas vorspielt. Dass sie in Wirklichkeit gar nicht so gut in ihrem Job ist. Dass sie nur so tut als ob, damit sie durchkommt -  und dass ihre Defiziten früher oder später ans Licht kommen werden.

Und was, wenn du damit gemeint wärest? Diese Angst ist das Hochstapler-Syndrom!

Was ist ein Hochstapler-Syndrom?

Zum ersten Mal wurde 1985 von Dr. Pauline Clance in einer klinischen Umgebung beobachtet, dass das Impostor-Phänomen bei Menschen "intensive Gefühle dahingehend auslöst, dass ihre Leistungen unverdient sind und sie sich Sorgen darüber machen, dass sie als Betrüger abgestempelt werden können." Sie haben oft das Gefühl, dass die Erfolge in ihrem Leben dem reinen Glück oder der Manipulation der Wahrnehmung anderer Menschen zugeschrieben werden können.

Das kann den Besten von uns passieren kann. In einem öffentlichen Beitrag, der vor Kurzem erschien,  äußerte sich Mitbegründer und Co-Direktor von Altassian Mike Cannon-Brookes über seine Erfahrungen mit dem Impostor-Syndrom.

(Für diejenigen, die es zu Hause aus verfolgen:) Er leitet ein globales Unternehmen mit Tausenden von Mitarbeitern und Millionen von Nutzern: "An den meisten Tagen habe ich das Gefühl, dass ich nicht wirklich weiß, was ich mache."

Du schaust dir einen erfolgreichen Generaldirektor an und magst dabei denken: “Wie kann er um Himmels Willen bei so vielen Erfolgen so etwas denken? Das lässt sich damit erklären, dass das Impostor-Syndrom nicht auf der Realität basiert, sondern eben auf der besonderen Wahrnehmung der Realität durch eine Person.

Das Hochstapler-Syndrom kann jeden treffen. Hier sind vier Wahrheiten, die helfen können, dieses schädliche Denken zu überwinden.

Such einen verantwortlichen Arbeitspartner

Wenn du dich für mehr Verantwortung in deinem Leben entscheidest, heißt das nicht, dass du dich mit Leuten umgeben sollst, die dir jeden Tag erzählen werden, wie großartig du bist. Such stattdessen einen Mitarbeiter, Freund oder Kollegen, der dir objektiv helfen kann, deine Ziele zu verfolgen und der dir ein ehrliches Feedback dazu gibt, was gut läuft. Er könnte dir auch sagen, wo du dich verbessern kannst und dich motivieren, den nächsten Schritt nach vorne zu machen.

Für Jenn Pedde, den Global Manager von Alumni und Community bei Oliver Wyman, geht es bei diesem Prozess darum, Stärken und Schwächen zu erkennen und den Stift auf (digitales) Papier zu legen.

"Ich habe vor vier Jahren eine Verantwortlichkeitsstruktur mit einem meiner engsten Freunde geschaffen. Wir haben ein gemeinsames Trello Board und setzen jedes Jahr Ziele in den Bereichen Leben, Gesundheit und Karriere. Die werden von uns alle drei Monate überprüft, weil wir sicherstellen wollen, dass wir auf dem richtigen Weg sind oder dass wir sie bearbeiten müssen. Alle zwei Wochen setzen wir uns auch zusammen und besprechen, was in unserem Leben um diese Ziele herum passiert.

Sample Goal Setting Trello Board

hier ein Muster Board

"Was wirklich hilft, das Impostor-Syndrom im Zaum zu halten, ist: Dinge aufzuschreiben, jemanden anderen als Soundboard zu haben, um mir Feedback zu geben oder mich anzuschreien, wenn ich es brauche. Diese objektive Person als Cheerleaderin in meiner Nähe zu haben, ist am hilfreichsten. "

Bezahle im Voraus

Was ist ein besserer Weg, um Selbstzweifel zu besiegen, als seine Zeit ehrenamtlich anzubieten? Wir neigen dazu, die Breite unserer Fachkenntnisse für selbstverständlich zu halten, insbesondere, wenn wir in einem gewissen Bereich für viele Jahre eingesetzt waren und vergessen, dass es immer Menschen gibt, die von unseren Erfahrungen profitieren können.

Du könntest dir also überlegen:

  • lokale Meetups in Themenbereichen zu suchen, die dich begeistern
  • Nach Gruppen wie Girls Who Code, die bundesweit Moderatoren brauchen, zu suchen
  • Anrufe für Redner auf Konferenzen, an denen du teilgenommen hast oder an denen du teilnehmen möchtest, zu verfolgen
  • Dich bei der Freiwilligen Einkommensteuer-Beratungsstelle zu engagieren, um Menschen bei der Vorbereitung von Steuererklärungen zu helfen
  • Das Mittagessen liefern zu lassen und in deinem Büro zu lernen
  • Dich an deine Alma Mater zu wenden und nach Möglichkeiten als Gastdozent zu fragen

Die Stimme “Wen kümmert es schon, was ich zu sagen habe?” beginnt, in deinem Kopf schwächer zu werden, wenn du den Einfluss deiner Einsicht in Echtzeit sehen kannst.

Halte dich an den Quittungen fest

impostor syndrom

Wenn du unter dem Hochstapler-Syndrom leidest, wirst du vielleicht feststellen, dass du Lob und Komplimente in deinem alltäglichen Leben ausradierst und gar nicht anerkennst.

"Ich könnte 100 Komplimente bekommen, aber wenn eine Person sagt:" Du verdienst das nicht ", dann ist das die Person, der ich freiwillig glaube," sagt Tobias van Schneider, ehemaliger Kunst Director und Design Leiter bei Spotify.

Eine Lösung, die van Schneider und andere gefunden haben, besteht darin, einen Ordner mit all den positiven Dingen anzulegen, die die Leute über sie sagen. Ob es in Form einer Liste auf deinem persönlichen Trello-Board, einem Abschnitt deines Tagebuches oder oder eines Google-Dokuments ist, diese positiven Kommentare, E-Mails, Blogbeiträge, Notizen und mehr müssen erfasst werden.. Es mag narzisstisch klingen, aber in Wirklichkeit dient es als wirklich guter Weg zum Verstehen, dass deine Arbeit respektiert und geschätzt wird.

Wenn der Schriftsteller Kyle Eschenroeder einen herausfordernden Tag hat oder sich selbst im Nachhinein kritisiert, greift er nach den Screenshots, die er in einem Ordner aufbewahrt.

“Immer wenn ich mir wie ein Betrüger vorkomme, kann ich mir die Geschichten von Menschen ansehen, denen ich geholfen habe", sagt er. "... Diese Dinge motivieren mich, als Schriftsteller weiterzumachen. Denn um ehrlich zu sein, man vergisst es so schnell, dass Schreiben etwas Gutes bewirken kann.

Lern mit Niederlagen umzugehen, um ein Ziel zu erreichen
impostor phänomen

Das Gefühl der Unwürdigkeit und eine ständige Angst vor Ablehnung schaden uns nicht nur jetzt, sondern können auch zukünftige Chancen sabotieren. Ein Selbst-Handicaping, das sich oft mit dem Impostor-Phänomen überschneidet, tritt auf, wenn ein Individuum seine eigene Leistung behindert, und dadurch eine eingebaute Erklärung für das anschließende Versagen erfindet.

Ganz ähnlich wie die Person, die Angst vorm Fliegen hat, sich selbst dazu zwingt, mehr zu reisen, um es zu normalisieren. Die Lösung zur Beseitigung dieses Verhaltens läuft wirklich darauf hinaus, ernsthaft der Wahrheit ins Auge zu sehen und das Scheitern als mögliches Ergebnis hinzunehmen.

Warum? Denn wenn du das machst, fängst du automatisch an, auch diese Erfahrung in etwas Positiveres zu verwandeln - du hast die Chance genutzt und bist raus aus deiner Komfortzone. So ist z.B. das Feiern einer Zurückweisung eine Taktik, die von vielen erfolgreichen Menschen genutzt wird. Dadurch kultivierst du den Geist des Aufstiegswillens und nutzt den kleinen “Samen” bei der Suche nach hohen Leistungen.

Aufrechterhalten der Perspektive

Sheryl Sandberg, Harvard-Absolventin, Google-Alumni und derzeitige Geschäftsführerin von Facebook, spricht offen über ihre Neigung, sich selbst 2013 im Bestseller Lean In zu unterschätzen, und darüber, wie sie anfing, diesen Unsicherheiten die Stirn zu bieten:

Sheryl Sandberg tips on impostor syndrome

"Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass obwohl es schwer war, meine Gefühle von Selbstzweifel zu erschüttern, es mir doch zunehmend gelang. eine Abweichung von der Realität festzustellen. ... Immer wenn es sich anfühlen sollte, als ob ich nicht in der Lage wäre, etwas zu tun, würde ich mich selbst daran erinnern, dass ich nicht alle meine Prüfungen im College versäumt habe. Oder auch nur ein Einziges. Ich habe gelernt, der Abweichung von der Realität auszuweichen. "

- Sheryl Sandberg

Die Anekdoten von Leuten wie Sandberg und Cannon-Brookes bergen schon einen gewissen Trost in sich, weil man erfährt, dass sogar diejenigen, die wir als ungewöhnlich erfolgreich betrachten, zugeben können, sich wie Betrüger zu fühlen. In der Tat gestanden etwa 70% der Befragten, dass ihnen Symptome des Impostor-Syndroms vertraut waren.

Da ist noch etwas, worauf man achten muss: Arbeitgeber stellen Menschen aufgrund ihrer Erfahrung ein - und auch wegen ihres Willens zu wachsen. Deshalb ist es wichtig, die Qualitäten, die sie zu dem Zeitpunkt mitbringen, wertzuschätzen, und sie weiter zu pushen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

"Es wird nicht erwartet, dass man alles weiß und Erfahrung in allem hat. Es wird erwartet, dass man selbstbewusst ist und zugeben kann, dass man ein Mensch ist”, sagt Steven Grady, Support-Spezialist bei Trello, der das Hochstapler-Syndrom erlebt hat.

“Ich stelle die Bewerber bei Vorstellungsgesprächen nicht nur wegen ihrer aktuellen Fähigkeiten ein, sondern wegen ihrer Fähigkeit, sich zu verbessern und zu lernen."

Neigst du dazu, an der Wahrheit über deine Erfolge zu zweifeln? Wenn ja, was ist bis jetzt deine effektivste Strategie gewesen, um diese Bremsen zu beseitigen? Teile es mit uns in den Kommentaren mit!


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