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Beende den "leben, um zu arbeiten - Modus" im Namen deiner Identität

warum sich nicht durch den Job definieren

Stell dir vor, du triffst jemanden zum ersten Mal. Vielleicht greifst du bei einer Dinnerparty nach der gleichen Vorspeise. Oder ihr sitzt im Flugzeug nebeneinander.

Nach ein wenig höflichem Plaudern über das Carpaccio oder den Mangel an Beinfreiheit in deiner Non-Exit-Sitzreihe taucht die unvermeidliche Frage auf: Und, was machen Sie?

Wir alle haben schon darauf geantwortet und wir alle haben schon danach gefragt. Es ist der am häufigsten wiederkehrende Gesprächsstart, und das aus gutem Grund. Unsere beruflichen Karrieren machen einen großen Teil unseres Lebens aus. Und diese Frage ist scheinbar ein einfacher Weg, um zu verstehen, was jemanden zu dem macht, was er ist.

Aber ist er das wirklich? 

Arbeitest du, um zu leben, oder lebst du, um zu arbeiten? 

Die Frage, wie jemand seinen Lebensunterhalt verdient, ist so selbstverständlich geworden wie das Händeschütteln oder wie die Frage: „Wie geht es dir?“ Aber ist das wirklich der beste Weg, eine Interaktion mit einem Fremden zu beginnen? 

Oder übt diese Frage Druck auf uns aus, uns allein durch unser Einkommen zu definieren — in einer Welt in der Überstunden und harte Arbeit bereits vorherrschen?

Letzteres scheint insbesondere auf die jüngeren Generationen zuzutreffen. In einer Umfrage des psychiatrischen Zentrums in Illinois, Yellowbrick, mit über 2.000 Millennials stimmten 70% der Befragten zu, dass sie sich ausschließend durch ihre Arbeit identifizieren. 

Einige fragen sich jetzt möglicherweise: "Aber was ist daran so falsch?" Wir investieren viel Energie und Mühe in unsere Karrieren. Wenn wir stolz darauf sind auf unseren "Work for Living"-Stil. Wo ist das Problem, wenn wir uns durch die Zusammenfassung unserer Arbeit darstellen wollen, wer wir sind?

Diese professionellen Definitionen eignen sich hervorragend für ein LinkedIn-Profil, können jedoch deiner persönlichen Identität schaden. 

Arbeit ist nicht alles im Leben: die Gefahr, sich nur durch Karriere zu definieren

Um ehrlich zu sein, nichts ist grundsätzlich falsch daran, stolz auf die Berufswahl zu sein. Es stellt sich jedoch heraus, dass die ausschließliche Verwendung des Berufs als Zentrum deiner Identität einige potenzielle Gefahren und Risiken birgt. 

1. Sich nur durch eine Identität zu definieren, fördert das Schubladendenken

Während meines ersten Studienjahrs machte ich eine Erfahrung, die mich beeindruckte und die mir sehr zu Herzen ging. 

Zu dieser Zeit hatte ich mein Studium am Musiktheater begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Schauspielern alles, was ich jemals in meinem Leben gemacht hatte — ich hatte noch nie Fußball gespielt, noch nie an einer Studentenschaft teilgenommen oder für die Schulzeitung geschrieben. Ich war das Mädchen, das Theater machte. Punkt. Das und nur das war es, was mich, solange ich denken konnte, definierte.

Nach dem ersten Semester wurde mir klar, dass es vielleicht nicht das war, was ich für meine Karriere wollte. Der Gedanke allein war erschreckend. Ich erinnere mich lebhaft daran, wie ich mich bei meiner Mutter am Telefon beklagte: "Mama, wenn ich nicht mehr spiele, was bleibt mir dann noch? Wer bin ich?"

Ich befand mich in einer ausgewachsenen Identitätskrise — alles nur, weil ich es gewagt hatte, über etwas Neues nachzudenken und aus der Denkweise "leben, um zu arbeiten" ausgestiegen war. Ich wollte nicht nur leben, um zu arbeiten. 

muss man arbeiten, um zu leben?

Vielleicht bist du nicht so melodramatisch wie ich (ähm, es gab bei mir ja einen guten Grund, warum ich beim Theater landete), aber wer weiß, genau wie mich kann dich ein ähnliches Dilemma in Bezug auf deine Karriere treffen.

Was ist, wenn es bei der Arbeit nicht gut läuft? Was ist, wenn dir gekündigt wird? Was ist, wenn dein Unternehmen seine Türen schließt? Was ist, wenn du Änderungen vornehmen musst und eine völlig neue Position oder in eine neue Branche einsteigen musst? Was dann? Dann verlierst du deine Identität? Das macht doch keinen Sinn, oder? 

Natürlich ist der Beruf ein großer Teil des Lebens, aber er macht nicht die Gesamtheit aus und bedeutet auch nicht, dass wir nur leben, um arbeiten zu können. Wenn wir uns ausschließlich und ständig über unsere Karriere definieren, werden wir letztendlich andere interessante Aspekte unserer Identität ausschalten. 

Schaue dir Kristen Bell als prominentes Beispiel an. Sie ist eine bekannte und versierte amerikanische Schauspielerin. Aber sie ist auch eine leidenschaftliche Anwältin, die sich für Tierrechte einsetzt und sie ist Mitbegründerin einer umweltfreundlichen Linie von Babyprodukten. Sie nur als „Schauspielerin“ zu bezeichnen, wird ihrer vielseitigen Identität, was sie zu dem macht, was sie wirklich ist, nicht gerecht. 

Schließlich kannst du ein Experte in der Software Entwicklung sein und dennoch viele andere Dinge tun. Vielleicht bist du auch ein Hundebesitzer oder ein Marathonläufer, ein engagierter Naturschützer oder Amateurfotograf.

Wenn du nur auf deinen Beruf hinweist, reduzierst du deine Identität und ordnest dich in eine Kategorie ein, ohne das vollständige Bild von dir zu zeigen. 

2. Es bleibt nicht allzu viel Platz für Beziehungen

Ein Trello-Teammitglied nahm kürzlich an einer Dinnerparty teil, bei der sich alle vorstellen mussten, ohne ihren Beruf zu erwähnen.

Klingt schwierig und sogar etwas umständlich, oder? Aber die Ergebnisse waren beeindruckend.

Dieses Teammitglied erwähnte, dass diese Herausforderung echte Gespräche über gemeinsame Hobbys, Leidenschaften und Erfahrungen eröffnete. 

Ohne sich auf diesen uralten Gesprächsstart zu verlassen, konnten sich alle über Themen austauschen, die wahrscheinlich nie an die Oberfläche gekommen wären, wenn sie bei dem üblichen Smalltalk "ich bin Finanzberater" und "Oh, cool, ich bin im Kundendienst" stehen geblieben wären. 

Dies ist ein weiterer Vorteil, deine Identität außerhalb der Karieredefinition "arbeiten, um zu leben" zu demonstrieren.

Es zwingt uns dazu, über unseren beruflichen Werdegang hinaus zu denken und andere Wege zu finden, uns zu beschreiben. Was macht uns aus, was ist unsere Persönlichkeit? — Es gibt uns die Möglichkeit mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, die möglicherweise nichts über unseren Beruf wissen. 

Erweitere deinen Horizont und dein Netzwerk! Den Personenkreis auch außerhalb eines bestimmten Bereiches, der dir bereits vertraut zu sein scheint, zu öffnen, kann zahlreiche Vorteile bringen — insbesondere, wenn es darum geht, eigene neue Perspektiven zu entwickeln und nützliche neue Bindungen zu knüpfen.

Sieh dir einmal diese Studie an, die an der Harvard University durchgeführt wurde. Jedes Jahr teilen sich Studienanfänger während des akademischen Jahres nach dem Zufallsprinzip Zimmer mit Studenten unterschiedlicher Herkunft, verschiedener ethnischer Zugehörigkeit und Religion. Tanya Menon, eine der Koautoren der Studie, erklärt: 

"Einige Studenten fühlen sich anfangs vielleicht etwas unbehaglich. Aber das Erstaunliche ist, dass viele von ihnen bis zum Ende des Jahres weiterhin mit ihren Mitbewohnern zusammenleben. Das zeigt, dass auch diese zufälligen Verbindungen zwischen verschiedenen Menschen zu positiven Beziehungen führen können."

3. Es kann Symptome eines Burnout-Syndroms auslösen

Wenn etwas die Quelle für deine Identität sein soll, möchtest du verständlicherweise überragend darin sein, oder? Was meinst du: Wenn du ständig zur Arbeit zu spät kämst, keine gute Jobkontrolle durchführen, die Erwartungen deiner Firma nicht erfüllen und kurz vor der Kündigung stehen würdest, dann würdest du wahrscheinlich bei einem Treffen vieler Menschen nicht damit prahlen, ein Digital-Marketing-Analyst zu sein. 

Verstehe mich bitte nicht falsch — auf eine vorbildliche Leistung bei der Arbeit Wert zu legen, ist positiv und bewundernswert. Aber das nur um deine Identität zu bestätigen, kann ein gefährlicher Weg sein.

Wenn du so viel in deine tägliche Arbeit investieren musst, kann deine Karriere schnell deine privaten Interessen außer Kraft setzen und den Druck erhöhen, den "Arbeitsmodus" auch an Abenden, Wochenenden und in den Ferien einzuschalten. Leider wird dies für die meisten von uns zu einem allgegenwärtigen Problem.

Einer im Jahr 2016 durchgeführten Studie zufolge gaben die Teilnehmer an, durchschnittlich acht Stunden pro Woche mit der Bearbeitung von E-Mails außerhalb der Geschäftszeiten zu verbringen. Eine separate Gallup Studie ergab, dass 23% der 7.500 befragten Probanden das Gefühl hatten, bei der Arbeit immer öfter ausgebrannt zu sein. Weitere 44% erklärten, dass sie sich manchmal erschöpft fühlten.  

Die Burnout Katze
Wenn dein Job die Primär-Quelle deiner Identität ist, ist es leicht, sich schuldig zu fühlen, wenn du Zeit und Energie in deine Hobbys und dein Vergnügen investierst, die ja letztendlich nicht deinem beruflichen Aufstieg dienen — als ob sie weniger wichtig wären.

Dies ist eine schwierige Frage, insbesondere, weil du Interessen außerhalb deines Jobs benötigst, um dein persönliches und berufliches Leben in Einklang zu bringen. 

Also ... Wie kannst du vorgehen, um den Gesprächsverlauf zu ändern? 

Wir werden die Frage: "Und was machst du?" wahrscheinlich nie ganz unterlassen. Sie ist in der westlichen Kultur verwurzelt. — Nennen wir es mal so: — Dein Beruf und deine Karriere machen wirklich einen großen Teil deines Lebens aus. (Niemand sagt, dass du das Gespräch darüber ganz über Bord schmeißen musst).

Ich denke jedoch, dass jeder davon profitiert, wenn wir uns dazu anspornen würden, unsere Identitäten preiszugeben, die mehr über uns aussagen als nur über unser berufliches Fachgebiet und unseren Gehaltsscheck. 

Glücklicherweise kann jeder schnell nach diesen alternativen Maßnahmen greifen, denn sie sind eigentlich ganz einfach. Das nächste Mal, wenn du jemanden zum ersten Mal triffst (egal, ob auf einer Dinnerparty oder im Flugzeug), vermeide einfach Fragen in Richtung Beruf und entscheide dich stattdessen für etwas weniger Karriereorientiertes, wie z.B.:

  • Was machst du gerne in deiner Freizeit?
  • Und welche Reisen hast du in letzter Zeit gemacht?
  • Was planst du so an deinen Wochenenden?

Du wirst vielleicht überrascht sein von den authentischen und interessanten Gesprächen, die entstehen. Unsere Karrieren mögen ein Teil von dem sein, was wir leisten, aber sie zeichnen sicherlich nicht unsere gesamte Geschichte auf. 


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Siehe auch: Stress ist "Mental Load", unsichtbare Tätigkeiten, die uns belasten