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Learner- oder Performer Mindset? Erkenne es und übertriff dich selbst!

Dein-Mindset-Typ-Finale

Stell dir vor, dein Chef fordert dich auf, ein Excel-Makro zu entwickeln, das deine Kundenberichte jeden Monat automatisch formatiert. Die Sache ist so: Du betrachtest dich nicht gerade als Tabellenkalkulations-Experten, und diese Aufgabe fühlt sich für dich entmutigend an.

Also, was genau würde dich motivieren, dich doch dieser Aufgabe zu stellen, dich in Tutorials und Recherchen zu vertiefen und letztendlich diese einschüchternde Aufgabe zu meistern?

Was motiviert dich mehr?

A) Die Tatsache, dass du mehr über ein dir unbekanntes Thema erfährst und dein Wissen erweitern kannst.

oder...

B) Die Tatsache, dass du deinen Chef beeindruckst und wahrscheinlich Lob und Anerkennung erhalten wirst. 

Diese Fragestellung ist wie ein Quiz, bei dem es nicht nur eine richtige Antwort gibt. Du gewinnst also auf jeden Fall. Deine Antwort könnte völlig anders ausfallen, anders als die deiner Kollegen, deiner Freunde oder sogar anders als dein Partner antworten würde. 

Das liegt daran, dass wir alle unsere Arbeit mit verschiedenen Denkweisen/Mindsets angehen. Sie können in zwei verschiedene Kategorien unterteilt werden: in "Learner Mindset" / Lern-Denkweise oder in "Performer Mindset" / Leistungs-Denkweise

Was bedeutet es, ein "Learner Mindset" / eine Lernmentalität zu haben?

Wahrscheinlich wirst du zahlreiche verschiedene Begriffe hören, die das Learning Mindset umschreibt, einschließlich einer "Wachstums-Denkweise" oder einer "Meisterschafts-Denkweise." 

“Ein Learning Mindset ist die Motivation die eigenen Kompetenzen zu verbessern und etwas Neues zu erlernen“, erklärt ein Artikel der Harvard Business Review

Wenn du wirklich das Learner Mindset hast, dann suchst du nicht nach Streicheleinheiten oder Applaus für Informationen, die du sammelst. Das Gefühl der Zufriedenheit und Erfüllung wird bei dir einsetzen, wenn du deine Fähigkeiten verbesserst und dein Wissen erweiterst. Das ist die Belohnung, die du brauchst. 

Learner Mindset

Dies ist eine Form der intrinsischen Motivation, der inneren, aus sich selbst entstehenden Motivation. Das bedeutet, dass die Inspiration aufgrund des eigenen Wunsches durchgesetzt wird, anstatt sich auf externe Faktoren zu stützen. Intrinsisch motivierte Tätigkeiten werden im Gegensatz zur extrinsischen Motivation um ihrer selbst Willen durchgeführt und nicht, um eine Belohnung zu erlangen. 

Du könntest ein "Learner" sein, ...

  • ... wenn du einen guten Teil in deiner Freizeit verschiedene Themen erforschst und Dinge erlernst, auch wenn du dabei nicht im Endeffekt auf einen konkreten Nutzen hinsteuerst. Aufgaben werden um ihrer selbst Willen erledigt. Man erkennt den Sinn der Tätigkeit und hat Spaß daran.

  • ... wenn du derjenige bist, an den sich deine Teammitglieder oder sogar dein Chef wenden, wenn sie stecken bleiben oder weitere Informationen benötigen. Warum? Sie wissen, dass du weißt, wie der Hase läuft, dass du eine Quelle des Wissens bist.

  • ... wenn du dich begeisterst, Problemen und Fragen auf den Grund zu gehen oder Themen, die du noch nicht verstehst, versuchst zu begreifen, anstatt dich von ihnen einschüchtern zu lassen. 

Potenzielle Vorteile eines Learner Mindsets

  • Du setzt dich stark für Selbstverbesserung und kontinuierliches Lernen ein, unabhängig davon, ob dies erforderlich ist oder nicht.

  • Du akzeptierst kritisches Feedback, da dies eine Gelegenheit des Lernens ist. Eine in 2008 durchgeführte Studie stellte Teilnehmer vor eine schwierige Frage. Am Schluss wurden die Probanden gefragt, ob sie sich lieber die abgeschlossenen Tests von Personen ansehen möchten, die schlechter oder besser als sie abgeschnitten haben. Es ist nicht überraschend, dass diejenigen mit einem Learner Mindset die Tests derjenigen sehen wollten, die bessere Leistungen erbracht hatten. Es war für sie eine Chance zu sehen, was sie hätten besser machen können.

  • Wissen wird nicht nur für einen sofortigen und flüchtigen Nutzen ins Gehirn gestopft. Wissen wird auf lange Sicht behalten. Eine weitere Studie beschäftigte Teilnehmer mit einer Problemlösungs-Aufgabe. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: die Meisterschaftsgruppe (der gesagt wurde, dass ihr Ziel darin bestehe, Wissen zu entwickeln) und die Leistungsgruppe (der gesagt wurde, dass ihr Ziel sei, ihre Fähigkeiten gegenüber allen anderen Teilnehmern zu demonstrieren). Die Meisterschaftsgruppe zeigte im Kurzzeitgedächtnis-Test keine gute Leistung, jedoch zeigte sie eine weitaus bessere Gedächtnisleistung, als sie eine Woche später erneut beurteilt wurde. 

Möglicher Nachteil eines Learner Mindsets 

  • Das nahezu ständige Verlangen zu lernen und sich zu verbessern ist bewundernswert, kann aber auch erdrückend und sogar ziemlich anstrengend sein. Tatsächlich verbraucht das Gehirn mehr Energie als jedes andere Organ im menschlichen Körper. Das macht bis zu 20% unseres Energiehaushalts aus. Wenn du ständig Anforderungen an deine grauen Gehirnzellen stellst, kann dies zu einem Burnout und sogar zu einer Leistungsminderung führen.

Was bedeutet es, ein "Performer Mindset" zu haben? 

Im Gegensatz zu Personen mit "Learner Mindset" sind Menschen mit einem "Performer Mindset" eher durch Anerkennung und Lob zu motivieren. Um Neues zu erlernen, brauchen sie Bestätigungen durch anerkennendes Rücken-Klopfen und Applaus. 

Applaus

"Das Performance-Mindset entwickelt die Motivation, günstige Urteile über die eigene Kompetenz zu fällen (oder negative Urteile zu vermeiden)", erklärt ebenfalls der Artikel der Harvard Business Review

Wie du vielleicht erraten hast, eignet sich dies eher für eine extrinsische Motivation, die durch äußere Reize hervorgerufene Form der Motivation. "Performer Mindsets" suchen nach externer Belohnung (sei es eine Gehaltserhöhung, eine Beförderung oder auch nur ein herzliches "Gut gemacht!” des Vorgesetzten). 

Du könntest ein "Performer" sein, ...

  • ... wenn du am zufriedensten bist bei positiven Feedback und Anerkennung von den Menschen, mit denen du zusammenarbeitest, egal ob es dein Chef oder deine Kollegen sind.

  • ... wenn du dir eingestehst, dass dir die Wahrnehmung und das Urteil aller sehr am Herzen liegt.

  • ... wenn du ständig nach Status, Einfluss und nach Möglichkeiten suchst, Wissen bei der Arbeit zu vermitteln, vor allem, weil du gerne als derjenige angesehen werden willst, der alle Antworten parat hat. 

Potenzielle Vorteile eines Performer Mindsets

  • Du bist sehr gewissenhaft und achtest darauf, wie deine Verhaltensweisen und Handlungen von den Menschen, mit denen du zusammenarbeitest, gesehen werden. Die Wahrnehmung anderer bedeutet dir sehr viel.

  • Du lernst gut und schnell und das Gelernte wird in deinem Kurzzeitgedächtnis gespeichert. In der selben oben genannten Problemlösungsstudie wurde festgestellt, dass die Personen der Leistungszielgruppe zwar nicht so gut im Langzeitgedächtnis waren, wie die Personen der Meisterschaftszielgruppe, jedoch waren ihre Leistungen besser im unmittelbaren durchgeführten Gedächtnistest. Wenn du also in der Lage bist, ständig neue Informationen zu lernen und sie sofort einsetzen möchtest, kann es ein großer Vorteil sein, in die Kategorie des "Performer Mindsets" zu gehören. 

Möglicher Nachteil eines Performer Mindsets

  • Dein Wunsch, ständig die Zustimmung und das Lob anderer zu suchen, kann gelegentlich erfolglos und demoralisierend sein. Nicht jeder gibt positives Feedback. Eine Harvard Business Review Studie ergab, dass 37% der Führungskräfte keine positive Unterstützung bieten. Wenn du immer auf diese externe Bestätigung zählst, besteht die Gefahr, dass du ein höheres Maß an Unzufriedenheit und Frustration erfährst. 

Learner vs. Performer: Warum ist Mindset wichtig?

Unabhängig davon, ob du zum Learner- oder Performer-Mindset gehörst, ist keiner der beiden besser als der andere. (Beide Mindsets haben ihre Vor- und Nachteile.) Sie sind lediglich unterschiedlich. Darüber hinaus kann sich deine Mindset-Kategorie je nach Situation ändern.

Wenn beispielsweise dein gesamtes Team auf dich zählt, um einen Job zu erledigen, neigst du möglicherweise eher zu einer Leistungsorientierung, zu einem Performer-Mindset. Möglicherweise verfügst du aber bei Lieblingsthemen oder Hobbys, die dich wirklich interessieren, über ein Learner Mindset (egal, ob du verschiedene Vogelarten erkennen oder die Vor- und Nachteile der Quantenmechanik verstehen möchtest). 

Es ist von Vorteil zu wissen, ob du mehr zum Learner- oder Performer Mindset tendierst.  

1. Motiviere dich selbst

Hattest du jemals Probleme, dich auf Kurs zu halten und bei der Arbeit motiviert zu bleiben? Wenn ja, stehst du damit nicht alleine da. 29% der Arbeitnehmer geben an, bei der Arbeit nicht motiviert zu sein.

keine Motivation

Es wäre zu einfach, sich als faul oder apathisch zu bezeichnen. Was wäre, wenn das Problem darin läge, dass du einfach nicht verstehst, wie du dich richtig selbst motivieren kannst?

Es ist einer der Hauptvorteile zu wissen, welchem Mindset du angehörst. Die vorliegende Information hilft dir, dich selber einzuschätzen.

Vielleicht lässt beispielsweise irgendwann deine Motivation nach, diese Präsentationsfolien auszufüllen. Wenn du dir aber ins Gedächtnis rufst, dass dein Chef bei fristgerechter Ablieferung der Folien beeindruckt sein wird, ist dies möglicherweise der Ansporn, den du brauchst. 

2. Schaffe eine gute Beziehung zu deinem Vorgesetzten 

Nun eine ziemlich beängstigende Statistik: Satte 95% der Manager wissen nicht, was ihre Angestellten und Mitarbeiter bei der Arbeit motivieren könnte. Als sie benennen sollten, was das Team am stärksten motiviert, lag die überwiegende Mehrheit falsch. Ups! Schockierend oder?

Im Idealfall ist es die Aufgabe des Chefs herauszubekommen, wie der Einzelne in seinem Team tickt. Eine der besten Möglichkeiten am gleichen Strang zu ziehen, ist eine klare Kommunikation. Allerdings ist es schwierig, deine Motivation zu berücksichtigen, wenn du sie selbst nicht kennst. 

Hast du festgestellt, dass du zum Learner Mindset gehörst? Dann nutze dies als Gelegenheit und teile deinem Chef mit, dass du gerne größere Herausforderungen angehen oder etwas Unbekanntes, Neues annehmen möchtest. Oder gehörst du eher zum Performer Mindset? Dann mache deinem Chef klar, dass Lob und Anerkennung dir wichtig sind und dir helfen, erfolgreich zu sein.

Vielleicht ist dies ein wenig unüblich oder sogar einschüchternd, dennoch ist diese Art von Unterhaltung eine Win-Win-Situation, ein Vorteil für alle Beteiligten. Dein Vorgesetzter wird mit den Infos ausgestattet, die er für einen effektiven Führungsstil benötigt und du profitierst von einem Arbeitsumfeld, das deinen individuellen Wünschen und Vorlieben entspricht. 

3. Kommuniziere besser mit deinen Teammitgliedern

Obwohl man weiß, dass die Mitglieder eines Teams möglicherweise unterschiedliche Motivationen bei der Arbeit haben, kann dies immer noch ein Streitpunkt sein. Wir alle reagieren zunehmend frustriert, wenn unsere Kollegen nicht die gleiche Priorität, das gleiche Verständnis oder die gleiche Dringlichkeit einer Aufgabe zu teilen scheinen.

"Oft versteht man die Motivationen anderer nicht, und beschuldigt sie auch, anders zu sein. Des weiteren glaubt man fälschlicherweise, dass Teams nur erfolgreich sind, wenn sie Menschen mit ähnlicher Motivation vorziehen", schreibt Ian Nowland in einem Artikel für die Blog-Publishing-Plattform "Medium"

Wenn du dein Mindset kennst und das Mindset deiner Teammitglieder verstehst, findest du bessere Kommunikationswege der Zusammenarbeit.  

Für dich ist es vielleicht wichtig, die Ärmel hochzukrempeln und herauszufinden, wie du diese Erkenntnisse bei deinen Kunden einsetzen und die Ergebnisse verbessern kannst. Aber für deine Teamkollegen ist es eventuell ermutigender, dass der Kunde von dem Ergebnis beeindruckt ist (und vielleicht sogar Komplimente deiner Arbeit an euren Chef weitergibt). 

Zu wissen, zu welchem Mindset jeder im Team gehört und was euch motiviert, ist eine wichtige Information, auf die ihr euch stützen könnt — und die dir und deinem Team wahrscheinlich jede Menge Frustration und Meinungsverschiedenheiten ersparen werden. 

Finde heraus, welches Mindset zu dir passt

Wenn du dich lediglich auf deine To-Do-Liste während deines Arbeitstages konzentrierst, nimmst du dir wahrscheinlich wenig Zeit, um über dein Mindset nachzudenken. 

Aber warum bist du so darauf bedacht, diese Dinge zu erledigen? Was ist wirklich der Ursprung deines Antriebs und deines Engagements?  

Motivation ist keine Einheitsgröße. Wenn du auf Entwicklung hinarbeitest, kühn und ohne kompliziert zu sein, ist es gut, dich mit einer dieser Kategorien zu identifizieren: Learner Mindset oder Performer Mindset. Obwohl das eine dem anderen nicht überlegen ist, (versprochen!) bietet das Wissen der Zugehörigkeit zu einem Mindset viele Vorteile — einschließlich einer todsicheren Methode der Motivation, die du brauchst. Deiner Karriere und deiner Lebenszufriedenheit sind keine Grenzen gesetzt. 


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